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Performance

mein haus ist dein haus’

Samstag 24.11.2018


M A R M O R

hauser.meier architektinnen, Zürich



Unsere Häuser, aus den Materialien unserer Umwelt gebaut, Raum gewordener Planet Erde.


Immer stärker hilft die Mechanisierung, die industrielle Vorproduktion, die schwere Arbeit des Gebäudebaus zu erleichtern und zu beschleunigen, die Verarbeitung der Materialien zu perfektionieren. Gegenüber dem stehen immer noch wir, die unperfekten, warmblütigen und bedürftigen Bewohner und Benutzer. Können wir mithalten mit dieser Effizienz, mit dieser Geschwindigkeit und Maschinisierung? Wie können wir uns diese Räume und Oberflächen aneignen, mit ihnen in Beziehung treten, wenn wir an ihnen nur wenig Handarbeit erkennen? Möchten wir den perfekt geschliffenen Marmor als solchen überhaupt erkennen, oder genügt uns das geniale Trugbild heutiger Technik in Form einer fotografischen Oberfläche? Reicht uns die Erinnerung an ein Material, die blosse Optik davon? Erinnern wir uns daran, was ein Marmor ist, wie er entstanden ist – ein metamorphes Gestein, das durch Umwandlung  verschiedener Gesteine im Erdinnern durch grosse Hitze und Druck entstanden ist. Italienischer Marmor zum Beispiel, ist im Tertiär vor 30 Millionen Jahren entstanden, als sich die Kontinentalplatten von Afrika und Europa aufeinander zubewegten und zu den apuanischen Alpen aufwölbten. Auf dieser Geschichte, auf dieser in Stein komprimierten Zeit bewegen wir uns, wenn wir über den Boden dieser Villa gehen. Haben wir ihn genug geliebt, diesen Stein aus dem Erdinnern, diesem Boden gedankt, bevor er nun demontiert und zu Granulat verarbeitet wird?


Wir bearbeiten den Marmor von Hand, lassen ihn sich zeigen in verschiedenen Oberflächen und Eigenschaften. Wir geben ihm und uns durch die Echtzeit-Aufmerksamkeit unserer Hände, Augen und unserer Präsenz eine Würdigung und erfahren, wie sich unsere Beziehung zum Material, zu den Räumen und dem Gebäude wandelt.